Berlin und die ewige Razzia gegen Spielautomaten

So jedenfalls schaut es wohl aus in den nächsten Monaten und Jahren für die Ordnungshüter in der Hauptstadt, denn ab sofort ist die Jagd auf Slots, Spieler und Aufsteller der Automaten eröffnet! Ohnehin hat Berlin aus ideologischen Gründen das strengste Gesetz rund um Spielotheken, die Mischung aus Kommunisten, Grünen und Sozialisten im Senat tut derzeit alles, um den jüngst vor allem beim Thema Gängelei nachgebesserten Glücksspielstaatsvertrag schleunigst umzusetzen. Davon zeugen jüngste Razzien, die unangekündigt durchgeführt für möglichst große Angst unter den Zockern und eigentlich freien Bürgern sorgen sollen.

Knapp 40 Casino Angebote durchsucht

Obwohl die Etablissements Steuern zahlen und nicht wenigen Leuten ein Auskommen geben, dazu nicht zuletzt auch faszinierende Freizeitangebote mit großen Chancen bieten, wird die Politik nicht müde von Spielsucht zu reden, selbstverständlich ohne auf die gleichen Gefahren in den staatlichen Spielbanken hinzuweisen. Diese Heuchelei ist politisches Programm quer durch fast alle Parteien. In Berlin jedenfalls schickte man gleich einen ganzen Strauß an Mitarbeitern mit auf die Razzien, darunter befand sich beispielsweise die Steuerfahndung, das Finanzamt, Polizei natürlich und sogar einige Ermittler vom Landeskriminalamt!

Vorgegangen wurden gegen mehr als 30 Kneipen, dazu gegen Büros für Sportwetten und dann noch gegen zwei Spielhallen. Viel Arbeit also für die Behörden, zumal Berlin wie jeder weiß ganz andere, viel dringlichere Probleme hat als Spielautomaten! Bei den Razzien suchte man wie schnüffelnde Hunde nach Unregelmäßigkeiten und eine fehlende Lizenz, die es ohnehin nicht mehr geben darf, reichte für die Festnahme der Betreiber.

Welche Gesetzeswidrigkeiten rund um Slots wurden erfasst?

Natürlich muss man den Riesenaufwand als Erfolg verkaufen und die erwähnten 15 Verstöße gegen die Casinogesetze sind beim näheren Blick schon ziemliche Erbsenzählerei. Mehr als 40 Ordnungswidrigkeiten sind auch kein Weltuntergang, zumal durch Glücksspiel noch niemand in Deutschland ermordet wurde! Dazu kommen die üblichen Vorwürfe, die Betreiber hätten den Jugendschutz nicht berücksichtigt oder sich nicht an die Gewerbeordnung gehalten und selbstverständlich kann man zwischen den Zeilen der Polizeiberichte lesen, dass es sich vor allem um Machtdemonstration und um Gängelei handelt. Ein paar Automatenspiele wurden sogar beschlagnahmt oder zumindest versiegelt, aber ob das die Branche vom Betrieb der Slots wird abhalten können?

Die Nachfrage bestimmt das Angebot und es gibt nun mal viele Leute, die in ihrer Freizeit sehr gern am Automaten spielen. Es ist wenig verständlich, warum die Politik diesbezüglich aber ausschließlich auf einige wenige Spielsüchtige verweist, zumal es mit Online Casinos und illegalen Slots im Halbdunkel auch weiterhin unzählige Angebote geben wird. Das Ganze ist eine Anti Glücksspiel Hexenjagd, ohne echten Zweck, aber mit viel Aufwand und verschwendeten Steuergeldern.