Wissenschaftler machen Stimmung gegen Glücksspielstaatsvertrag!

Gerne brüstet sich die Politik mit einer angeblich quer durch die Gesellschaft reichenden Akzeptanz für die aktuelle Jagd auf Spielautomaten, aber wie in der Flüchtlingskrise und bei dem griechischen Schuldentheater weichen politische Ansichten von den Realitäten im Lande stark ab. Davon ausgenommen ist auch die Forschung nicht, die nun Stellung bezieht gegen den stumpfsinnig und willkürlich zusammengestellten Glücksspielstaatsvertrag. Ob sich die Ideologen in den Landtagen von den Vorschlägen der Wissenschaftler beeinflussen lassen?

Fakten statt Ideologie!

Gut, das ist ohnehin immer das Credo der Forschung, aber im Fall von Poker und Spielautomaten ist etwas mehr Faktizität von Seiten der Politik auf jeden Fall erwünscht und erforderlich. Es geht nach Ansicht der Wissenschaft überhaupt nicht, dass man auf der einen Seite alle Spielhallen bis zum geht nicht mehr unter Druck setzt, beim Thema Online Casino oder auch bei der Regelung der Sportwetten nichts tut. Verbote sind eigentlich nicht nötig, ganz im Gegenteil, vielmehr braucht es Kontrolle und Aufsicht, was ganz nebenbei weit besser dem Spielerschutz dienen würde als die Verdrängung von Slots in die Illegalität.

Selbst der Lottoverband in Deutschland meldet sich bezüglich der Bedenken am Vertrag für Glücksspiel zu Wort und das hat mit faktisch sinkenden Spielerzahlen zu tun, wohlgemerkt während in anderen Staaten die Umsätze und Zahlen für die Lotterien steigen. In Deutschland ist eben wenig Sicht auf die Zukunft Programm, es geht um die Durchsetzung von Ideologie und das muss mit allen Mitteln verhindert werden.

Worum geht es in der Studie?

Spieler und Betreiber von Spielhallen sollten die aktuelle Feldstudie und Stellungnahme mit der Bezeichnung „Faktenbasierte Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrages“ auf jeden Fall mal einsehen, es finden sich zahlreiche Argumente für etwaige Klagen vor Gericht, auch wenn die Justiz in diesen Tagen leider oft korrumpiert ist und mit der Politik gemeinsame Sache macht. Die Forscher äußern sich zum Spielerschutz, zur Spielsucht und deren Gefahren, zu den beliebten Online Casinos, Wetten auf Sportereignisse und andere Casino Spiele. Selbst ein Bezug auf den Wettbewerb zwischen den Anbietern wird hergestellt, abgerundet durch einen ziemlich unschön zu lesenden Vorausblick auf die Auswirkungen, sollte der Vertrag in dieser Weise umgesetzt werden.

Wie lässt sich illegales Zockern verhindern? Nach Ansicht der Forschung braucht es schlichtweg eine Legalisierung und Kontrolle der Angebote, was mit Aufsicht, Regeln und Vorschriften sowie einem Prüfungskatalog der verfügbaren Casino Spiele allemal besser ist als das bloße Verbot. Spieler würden dadurch viel besser geschützt und Manipulationen verhindert, aber es ist fraglich, ob sich die Verantwortlichen in den Bundesländern noch einmal zu einer Neuverhandlung der schändlichen Casino Verträge durchringen werden.